„Einblicke“

Die 80er Jahre und plötzlich war da eine Jane Fonda mit ihrem Hollywood Training Aerobic. Da war auch Arnold Schwarzenegger als Bodybuilder in Hollywood angekommen und angenommen. Und nicht zu Letzt auch wegen eines Bruce Lee – der Serie Kung Fu und Jacky Chan kamen da Fitnessallüren nach Europa. Logischerweise fanden sich auch hier begeisterte männliche Wesen, welche sofort die Marktmöglichkeiten für sich bestimmen konnten. Die Emanzipation liess noch zu wenige Frauen unternehmerisch zu. Allen voran Werner Kieser mit seinen Kieser Krafttrainings. Sein Marketingkonzept eroberte den Markt, weil das Thema Rücken immer stärker an Bedeutung gewann und bis heute im Grunde keine drastischen, markanten Änderungen, oder Verbesserungen vorzuweisen hat. Das Thema Rücken ist geblieben, das Problem hat sich verstärkt. Laut Studien leidet jeder zweite an irgendwelchen Beschwerden im Rücken. Und eine unsägliche Behauptung machte damals in den Medien quasi Furore. Tanzen sei nicht als Sport zu deklarieren, weil nicht Olympisch. Sei nur für talentierte und begabte und führe zu nichts bestimmtem, wenn es um Gesundheit, Ausgleich, Rücken und Fitness nach BAG ging. Heute haben diverse Universitäten das Gegenteil nachgewiesen. Von sozialer, gesünder, agiler bis hin zu mehr sicherer auch für die Alltagsbewegung. Tanztrainings sind die besten Trainings.

In den 90ern hatten die Kampfsportarten das Sagen in der Fitnessbranche. Von Tae Bo bis zum heutigen Combat, alles an Bewegung wurde aus der Kampfsportszene zusammengeklaut und mit DVDs und Trainingsutensilien, tollen Namen, bis zum Abwinken auf den Markt geworfen. Was du permanent hörst und zu sehen bekommst glaubst du irgendwann auch. Kraft, Ausdauer, Ernährung und Beweglichkeit sind die Dauerbrenner in den Medien. Also musste alles was mit Kampf, Kämpfen, Wettbewerb, Leistung, Kraft zu tun hat herhalten. Sehen wir den Markt heute, hat die Fitnessbranche und der Freizeit Markt das Tänzerische Können an den Rand getrieben und elitär werden lassen. Benutzen, vermischen, ersetzen, zu Mainstreambewegungen umwandeln, Markennamen erfinden und schon ist aus Jazzdance Street-Dance, Break-Dance, Acro-Dance geworden. Und damit die Fitnessbranche mithalten kann, ohne grossen Ausbildungsaufwand betreiben zu müssen, wirft man z.B. Aerodance, Zumba und Co auf den Markt. Alles basiert jedoch auf Jazz-Dance Techniken. Nur weil ein bestimmter Schritt im z.B. Street-Dance sich „Grapewine“ nennt, bedeutet dies noch lange nicht, dass derselbe sich schon mehr wie ein Jahrhundert „Pas de Bourrée“ nennt wo Tanzen studiert wird.

In den 2000ern erfand sich der Markt der Gesundheit neu und die Fitnessbranche nutzte es aus. Endlich haben Yoga, Tai Chi, Chi Gong an Bedeutung gewonnen. Für diejenigen welche es strenger brauchen wurde Pilates auf den Markt geschmissen. Alles möglich wenn man die Gesetze der Markenrechte, Patente und so weiter kennt. Pilates fand erst in überteuerten eigenen Studios statt, musste sich später dem Markt anschliessen, wenn es existent bleiben wollte. Heute bestimmt quasi eine einzige Institution die Fitnessbranche als Ausbildner. Ein monotonisieren durch narren sichere Bewegung nur auf Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit ausgerichtet ist noch lange nicht Ganzheitlich.
Es wurde immer klarer, dass es längst nicht um die Allgemeinheit und deren Gesundheit gehen kann. Denn diese Branche wirft eine unglaubliche Masse an Geräten, Nahrungsergänzungsmittel, sogar für den Sport mit dem Vierbeiner auf den Markt. Wohin mit all diesem unnötigen Material? Abfall? Oder auch Qualitop ist ein Thema. Als eigenwillig empfunden und vielleicht gerade deshalb verschwiegen wird, dass Qualitop von denselben ins Leben gerufen wurde, die sich gerade unterwegs befanden eben diese mittlerweile zur grössten Institution herangewachsene SAFS aus der Taufe zu heben. Hand aufs Herz, solches fänden wir alle doch fragwürdig, wenn z.B. ein Stéphane Lambiel sich nach seiner Kür selber Benoten würde – oder?
Seit 2007 ist aus der Welt der Wissenschaften bekannt, dass die Faszien, das gesamte Gewebe, das Netzwerk mehr Bedeutung hat, als die Schulmedizin und folgerichtig auch der Sport, Bewegungslehre bislang eingestehen wollte. Und ich hatte endlich Bestätigt was ich schon lange spürte, erlebte und auch weiter gab. Die Schulmedizin, Studium und alles was darauf aufbaute hielt es nämlich genauso wie der Metzger, die Silberhaut muss weg, hat keine Bedeutung, keine Nerven. Und weil das noch immer so ist, können die in Fitnessstudios angebotenen Faszien-Trainings nicht clever sein. Die Schaumrollen lösen nicht wirklich verklebte, verdickte, verdrehte, oder verfilzte Faszien. Oder lösen wir ein Pflaster mit einer Rolle von der Haut? Auch werden die Zusammenhänge von oben nach unten, oder links nach rechts und umgekehrt natürlich total unterschätzt. Noch immer höre auch ich alles Mögliche wenn es um Schmerzen geht. Entweder es sind die Muskeln, das Degenerative, oder dann psychologisch verursachte Schmerzen (vor allem Frauen wird das so erzählt), nur nie die Faszien. Wenn dann wird Fibromyalgie vermutet, Weichteilrheuma, Wechseljahre, Degeneration, nie das Faszien-Gewebe.

Wer weit über 40 Jahre Erfahrungen mit sich bringt, der hat auch einige positive, wie negative Entwicklungen mitbekommen. Nicht alle können als der Gesundheit zuträglich, oder clever genug deklariert werden. Vor allem dann nicht, wenn es z.B. ums ewige Thema Figur, Aussehen, Abnehmen, BMI, Diäten, Schlankmacher, Fitmacher, Fitnessgeräte geht und man hier, für einmal auch das Thema Verantwortung der Umwelt gegenüber bedenken sollte. Ein Markt übersät mit Produkten, welche seit der Liberalisierung sogar durch nicht Angestammte zum Absatz gelangen, darf man hinterfragen. Auch weil mittlerweile selbst unsere Haustiere zu „Fitnessgeräten“ mutieren. Reiter, Hundesportler sollten sich überzeugen lassen, auch einen Ausgleich zur Bewegung für beide Körper zu benötigen.

Mit dem Ansatz „slow down to get faster“ durch L.E.P.® bekommt man Gelegenheit Bewegungen und Möglichkeiten sanft und trotzdem bestimmt zu verbessern, erweitern, vergrössern, intensivieren, aber vor allem verinnerlichen. Weil z.B. Physiotherapie eher stabilisiert und mobilisiert, müssen dafür andere Trainings das Vertiefen, Erweitern, Intensivieren, Kontrollieren übernehmen.
Ok – genau dort fügt sich L.E.P.® ein und bietet ergänzende, ausgleichende Bewegungsabläufe, aber auch Kontrolle, oder Verbesserung der Bewegungswege. L.E.P.® hilft beim so wichtigen Empfinden und selber fühlen der eigenen Effizienz, als auch was der Körper und nicht der Kopf braucht. Sicherheit welche also logischerweise und am besten vor Ort zu optimieren, korrigieren, verbessern, oder motivieren ist. Deshalb will L.E.P.® mit dem Bewusstsein für das gesamte Faszien Netzwerk, den inzwischen längst bekannten 10 Fitnesslügen entgegen halten. Gespür anstatt Apps für Puls, BMI, Laktat, etc. Also mit L.E.P.® üben bis eine gesunde, logische, simple und deshalb effiziente und schön ausgeführte Bewegungsvielfalt selbstverständlich ist.

Demnächst – die Schmerzrezeptoren im Fasziengewebe…

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