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Referenzen

„man muss es eben erleben…“

Seit einigen Monaten trainiere ich regelmässig L.E.P:®.

Zweimal die Woche und bislang war kein einziger Trainingsablauf gleich. Claude B sieht wo es sperrt, hackt, bremst, instabil ist in meinem Körper und stellt das Programm entsprechend zusammen, jeweils von einer Ebene beeinflusst ausgehend, mal dynamischer, mal statischer, mal ruhiger, mal mobilisierender.

Mein Anlass, Motiv: Nach einer Operation, bei der mein Arm zerschnitten werden musste und fortan „saumässig“ weh tat und meine tägliche Lebensqualität schon sehr einschränkte.

Die Übungen, Figuren, Positionen, sind nicht weltbewegend schwierig und werden mir genau erklärt. Sowohl in der Theorie, als auch was zu fühlen sein sollte dabei.

Ich weiss also schon sehr gut was Faszien sind und worauf ich, für mich speziell achten soll.

Die Übungen können es aber auch in sich haben, anstrengen obwohl gar nicht so viel Kraft aufgewendet werden muss. Jedoch mit nachhaltig spürbaren, immer noch arbeitenden Wirkungen im Körper. Aber ich erlebte nie einen konventionellen Muskelkater, dafür eine angenehme, gleitfähige Straffheit von innen her und anhaltender Elan.

Was es ausmacht ist das langsame herangehen und aushalten, während man möglichst entspannt wo es nur geht. Ich habe also Zeit die Bewegung genau zu spüren, meine Haltung, Ungleichheiten, Versperrtes, um es lösend, entspannend ausgleichen zu können – zuzuhören und auch zulassen was mein Körper mir sagt. Es entsperrt auch meinen Kopf.

Wichtig! Die Übungen werden immer möglichst exakt, beidseitig ausgleichend, und/oder über Kreuz, ebenfalls ausgleichend, ausgeführt. Und Claude sorgt für gute Stimmung.

Dieses Verdrehen, ob über Kreuz oder Spiralgleich, die Figuren, Positionen, Abläufe, machen häufiger Spass, tun sofort spürbar gut, helfen eindeutig versperrtes, einseitiges auszugleichen. Na ja, man merkt jedenfalls so einiges, Mensch kompensiert tatsächlich viel. Ich auch, weil ich den Schmerzen auszuweichen versuchte. Ob Schonhaltung, oder einfach nur blöde, unbeachtete, Alltags-Gewohnheiten, es fasziniert unweigerlich spürbar durch zusätzliche Signale im Körper, was miteinander Verbunden ist.

Weshalb das Training auch so oft wie nur möglich, eigentlich regelmässig, an der frischen Luft (gefällt mir) abgehalten wird. Sauerstoff, Durchatmen, das liebt das Faszien-Kostüm, oder Netz offensichtlich. Aber auch die Wintermonate drinnen tun mir merklich gut – ich habe mehr Möglichkeit mich präziser zu erfahren, mir selber weniger auszuweichen und die Verbesserung, Steigerung in wirklich absehbarer Zeit, nämlich sofort deutlich zu spüren. Auch wenn es mir mal ferienhalber fehlt.

Denn mein körperliches Wohlbefinden hat sich allgemein markant verbessert und das macht Lust auf mehr.

Nach den Trainings schlafe ich sehr gut. Meine Gelenke gleiten besser. Mein Gang ist beschwingter. Mein ganzer Körper, meine Bewegung, fühlt sich geschmeidiger, flexibler, sicherer an. Ich habe eindeutig mehr Schwung und Elan (es tut meiner Psyche gut). Und mein ramponierter, vernarbter Arm funktioniert zunehmend wieder normal, inklusive der bislang sehr schmerzhaften Drehbewegungen. Alles mit wenig Kraftaufwand, höchstens dem eigenen Körpergewicht.

Fazit: – Das Training ist effektiv, abwechslungsreich, kurzweilig. Ich fühle mich unmittelbar danach leicht, beschwingt und trotzdem entspannt. Manchmal habe ich etwas Muskelkater, was aber niemals so schlimm wie anfänglich erwartet, oder befürchtet ist. Der Muskelkater fühlt sich angenehmer an als bisher erlebte. Er ist viel tiefer im Körper und Muskel selber. Weder dass er stört, noch dass er behindert im alltäglichen Bewegen. Auch positiv; gewisse „Altersbeschwerden“ sind weg, verflogen. Das knarzige Aufstehen, nach langem Sitzen, inklusive dem Wissen darüber im Kopf, war weg. Ich stand einfach wieder auf als wäre nichts gewesen – weil alles flüssiger, geschmeidiger geworden ist und viel besser funktioniert.

Bei diesem Training bleibe ich definitiv, nur schon weil es auf mich zugeschnitten ist.

Jacqueline Brauchli 2017/18