L.E.P. Luna Energy Power® wie alles begann…

Ja, heute kann ich sagen, dass alles im Grunde schon als 5 jährige begann. Damals und bis ich 19 jährig war, ging ich zu K. Leclerc ins Ballett.

Ich bemerkte schnell, dass lange nicht alle, inklusive mir, ähnlich beweglich bzw. steif waren. Dies sollte sich bis heute nicht anders feststellen lassen. Also war ich schon als ganz kleine Bohne konfrontiert und sofort auch interessiert wie, wieso, wie kann man, was ist der Unterschied in den Trainings. Ich wuchs in einer sehr sportlichen Familie auf. Vater war Coach, Mama vierfache Schweizermeisterin in Curling, man fuhr Ski, Schlittschuh, spielte Tischtennis, versuchte sich in Tennis und so weiter. Aber geprägt hatte mich unser familiärer Coach, dessen Lehrling und späterer Nederlands Dans Theater Direktor Hans Knill, Meta Antenens Coach/Trainer und guter Freund meines Vaters Jack Müller, aber auch die Familie Attinger Curling, oder Conny Kissling Skiakrobatik, die ich öfter am Berg antraf und heimlich nachäffte. Mir wurde bewusst wie viel Nachäffen bringt, erst recht wenn es selber auch sicher noch vertieft weiter geübt wird.

Von 1978 – 1984 war ich in Vollzeit Ausbildung und Bühnenstudium in Zürich. Ich benötigte kein Vortanzen, keine Aufnahmeprüfung – ich wurde geholt. Gab an drei Abenden Unterricht in Schaffhausen und entschied mich für Themenschwerpunkte in Pädagogik, Bewegungslehre für Jazz-Dance, Modern, aber auch Choreographieren, Veranstalten und Gesang, Musikgeschichte gehörten dazu. Die Unterschiede in den Ausbildungsklassen damals waren krass. Wir waren ja alle nicht Opernhaus Klassiker – wir waren jene die Kulturell Veränderungen, Neuerungen, Erweiterungen, aber vor allem Bereicherungen und Weisheiten suchten und wollten. Wir hatten Gastdozenten des Chinesischen Staatsballettes, der Alvin Ailey Company bis hin zu den vier originalen Breakdancer aus dem Jackson Videoclip „Thriller“. Dozenten aus aller Welt, sogar bei Leclerc in Schaffhausen. Und mir wurde durch meine neu gewählten Idole sonnen klar, es kann also nicht alles gewesen sein und muss folglich noch mehr geben, also auch passieren. Da draussen gibt’s vieles zu lernen, was eindrücklich ist.

1985 war ein totaler Einbruch, mir wurde klar was Krankheit für einen Menschen bedeuten kann. Nicht nur gerade dort wo die Krankheit sich Körperlich befindet, nein auch wie sich der Körper verändert, er ausweicht, Schonhaltung einnimmt, sogar in sich sackt, zerfällt. Geschweige denn was es Seelisch bedeutet und in diesem Fall auch für das gesamte Umfeld. Also blieben Training, Tanzen, Bühne, Choreographieren, Sängerin sein erst mal aussen vor, es ging darum da zu sein. Ich arbeitete Vollzeit und trainierte erst Mal bis ca. 1986 gar nicht mehr. Dann wurde mir schmerzlich bewusst wieviel ich von meinen investierten Jahren verloren hatte in der Muskelkraft, an Übung, Routine und vor allem wieder diese Un-Beweglichkeit. Ab 1987 war ich fix angestellte Jazzdance Lehrerin an der Klubschule Migros, Hauptquartier Zürich. Dies baute ich jeweils im Sommer aus zu einem Intensivkurs, zwei Wochen lang mit live Musik Begleitung. Von Willy Kotoun, Marc Brazil, bis Jon Otis, sie kamen alle und sie spielten was das Zeug hält und wir übten und schwitzten gleichermassen. Sogar vom Opernhaus kamen sie um an diesen Kursen teil zu nehmen. Mir wurde klar entweder die Sparte Spass bedienen, oder dann die Sparte Lehren mit Nachhaltigkeit. Meine Leute, sollten was fürs Leben mitnehmen.

Es war ca. 1992 ich war gut unterwegs, hatte noch einen 50% Bürojob zur Sicherheit und gab jeden Tag vor allem am Abend Unterricht. Entweder in Zürich, Deutschland, oder Schaffhausen, oder ich sprang irgendwo ein und ich hatte immer mehr Jobs als Musikerin. Dazwischen kam nur, dass damals aus Amerika eine regelrechte Überflutung mit Trainingskonzepten, angeblich basierend auf den neuesten medizinischen Erkenntnissen stattfand und man konnte diese kaufen um Zuhause zu trainieren. Nun gut, wenn man wie ich damals schon einige Jahre unterrichten aufm Buckel hat, dann hat man auch einige Menschen kennen gelernt und weiss wo ihre und zwar allen ihre Schwächen liegen. Man bewegt sich falsch, ohne Technik, zu wenig effizient ohne die richtige Selbstwahrnehmung, steigert sich unkontrolliert ohne Betreuung – und diese Kontrolle fehlt im Video und ist wichtiger wie manch einer glaubt. Bewegungs-Techniken, -Fähigkeiten egal für was und welchen Sport, sind nicht gleich Fitness und Fitness ist nicht gleich Bewegungstechnik und das wichtigste – Mensch ist entweder bequem, oder süchtig angefressen bis verbissen.

Ausser man zählt sich zu jenen die sich einer Bewegungstechnik verschrieben haben und dann sicher als Spitzensportler mehr wie 10‘000 Stunden technisch korrekt geschult, so intensiv geübt haben, dass sie es blind und im Schlaf können, alles also selbstverständlich ist wie atmen und gehen. Wer kommt schon auf 10‘000 Übungsstunden im Leben, ausser der Spitzensportler?

Man rechne 3 Stunden Training pro Woche mal 48 Wochen im Jahr (Ferien abgezogen), dann ergibt das 144. Dividiere ich nun 10‘000 mit 144, erhalte ich 69. Ich müsste also 69 Jahre andauernd und garantiert jede Woche 3x trainieren um auf genügend Stunden zu kommen dass es einen spitzen Effekt auf mich, mein Gehirn, mein körperliches Selbstverständnis hat. Und ich verstand dass nur das nicht sein kann, also auch noch kein Ende an Möglichkeiten in Sicht ist, noch nicht alles entdeckt und umgesetzt wurde – ein Training effizient und ohne riesige Schmerzen, Überanstrengung, aber positiv für Kraft, Herz, Ausdauer. So!

Es folgte Lernen, Studieren von beschreibender und funktioneller Anatomie, Physiologie verschiedener Gelenke hauptsächlich Knie-Hüfte, Wirbelsäule-Schultern. Trainings, Tai Chi, Chi Gong, Yoga, Pilates, bis hin zum Spiraldynamik MedCenter und weiteren Erkenntnissen. Studien erarbeiten welche zu trainierenden Bewegungsabläufe könnten einem Eishockeyspieler, einem Fussballer, Golfer, Tennisspieler, Eiskunstläufer, aber auch der Sekretärin und Hausfrau, Mutter, etc. Vorteile erbringen, um z.B. auch die Verletzungsgefahr (Haushalt immer noch am meisten) tief zu halten.

Also ging ich im selben Jahr mit dem Vorschlag ein neues Trainingskonzept inklusive der dazugehörenden Lehre zu entwickeln, zur Leitung der Migros Klubschulen gesamte Schweiz. Wir führten das Training damals unter anderem Namen ein und ich bildete jeweils diejenigen Kursleiter aus, die auch darin unterrichten wollten. Es waren innert zwei Jahren an die 60 Leiter und nicht nur von der Migros. Natürlich hatte es Folgen, angenehme, denn allein schon ich hatte 8 Jahre lang, 17 Klassen à mindestens 22 Teilnehmer und die ganze Zeit eine Warteliste. Solches erfreut natürlich und ich war obendrein fit und verdiente erst noch – wow. Grund genug von da an vollamtlich davon zu leben. Trainings leiten, lehren, nebenbei die Dazzle Dancers Showcompany gründen, aufbauen und an den Wochenenden mit Mucke unterwegs – besser konnte es nicht sein.

Dies alles ermöglichte mir vertieft zu recherchieren. So entwickelte ich weiter, tauschte mich aus um dieses Training zu optimieren, zum Teil nach den Bedürfnissen der und mit Teilnehmern zusammen. Jeden Sommer wurden während den 2 Intensivwochen die neuen Erkenntnisse in Bewegungsabläufe, -methoden umgesetzt und während dem laufenden Jahr gründlich geübt, eruiert und verbessert. Sportmediziner, Ärzte, andere Trainer, auch Erfahrungsaustausch etc. waren immer wieder miteinbezogen. Es entwickelte sich vermehrend ein Interesse unter Rückenleuten, denen es offensichtlich sehr gut bekam und Sportlern die sich einfach wohl fühlten nachher. Keiner der nicht hätte teilnehmen können.

Fortsetzung folgt…

Eure claude

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