Wir leben in einer Männerwelt von Männern für hauptsächlich Männer, auch in Sachen Sport – Bewegung – Fitness – Tanz

„Women are not small men“

Was bleibt da noch von Frauen für Frauen (für Männer) übrig?

„Gibt es ein Ungleichgewicht, gehen wir davon aus, dass Frauen sich verändern und anpassen müssen.“ Zitat – Caroline Criado-Perez

«Politik ist also Männersache. Die Versuche von Frauen, an der Macht teilzuhaben, haben die Abwehraktivitäten der Männer hinter den Barrikaden offenbart: von einem gesetzlichen Ausschluss, über formale Auswahlkriterien, die Erfahrung, Qualifikation oder „Meriten“ verlangen, die von Frauen nur schwer zu erlangen sind, bis hin zu einer Vielzahl informeller Vorurteile und Voraussetzungen, die Männer begünstigen. Und hinter diesen Barrikaden, die den Zugang verwehren, in den höheren Gefilden der Macht, finden sich, von außen nur schemenhaft zu erkennen, die Reproduktionsstrategien der Eliten, die die Macht in Händen halten. Hier werden Nachfolger aufgebaut, Geld und Einfluss geltend gemacht, Helfer und Verbündete unterstützt und beharrlich Männer für Machtpositionen selektiert. Den Angriff des Feminismus haben diese Strukturen ziemlich unbeschadet überstanden, wenn man von Skandinavien absieht. Drei Jahre nach dem von den Vereinten Nationen proklamierten Jahrzehnt der Frauen von 1975- 85 stellen die Männer weltweit immer noch 85% der gewählten Volksvertreter. Und drei Jahre später, 1993, waren es sogar wieder 90%. Aber der Feminismus hat diesen Zustand zum Thema gemacht, in praktischer wie intellektueller Hinsicht. Eine Theorie des Staates als patriarchaler Institution begann sich zu entwickeln. In den letzten zwei Jahrzehnten ist die Position der Männer im Geschlechterverhältnis, das an sich die Basis für jede Politik bildet, selbst zu einem politischen Thema geworden. Als „Männlichkeitspolitik“ möchte ich solche Aktivitäten und Auseinandersetzungen definieren, bei denen die Bedeutung des männlichen Geschlechts zum Thema gemacht wird, und damit gleichzeitig auch die Position der Männer innerhalb des Geschlechterverhältnisses. Eine solche Politik nimmt Männlichkeit nicht als gegeben hin, sondern macht sie zu ihrem zentralen Thema. Um was es bei Männlichkeitspolitik geht, ist diese in den Statistiken abzulesende Macht – die Möglichkeit bestimmter Männer, die sozialen Ressourcen durch Geschlechterprozesse zu kontrollieren – und es geht um die Gesellschaft, die durch diese Macht entsteht. Es steht also sehr viel auf dem Spiel, jedenfalls mehr als in den derzeitigen Diskussionen über Männlichkeit wahrgenommen wird. Die männliche Kontrolle der Ressourcen und die Prozesse, die diese Kontrolle aufrechterhalten, sind freilich nicht die einzigen Faktoren, welche die Welt formen. Aber es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen ihnen und Aspekten wie Gewalt, Ungleichheit, Technologie, Umweltverschmutzung und Weltentwicklung. Männlichkeitspolitik beschäftigt sich mit der geschlechtsbezogenen Macht, die in diesen Bereichen zum Tragen kommt. Sie ist eine Kraft, die im Hintergrund wirksam ist, und zwar bei einigen der verhängnisvollsten Themen unserer Zeit.» – Quelle – Robert W. Connell – aus dem Buch Männlichkeitspolitik

„Meriten“ – haben sich ab den 80er/90ern des letzten Jahrhunderts mehr und mehr in monetäre Verdienste wandelnd verschoben. Verdienstadel; gesellschaftliche Vorherrschaft einer durch Leistung und Verdienst ausgezeichneten Bevölkerungsschicht – immer noch hauptsächlich Männern unter Männern vorbehalten. Aber, dieser Verdienstadel mass plötzlich nicht mehr Leistung, oder Werke, nicht mehr zwingend durch «Meriten» in gewissen Leistungserbringungen durch Können, Bildung etc., sondern je länger je mehr daran wieviel Geld, also Monetäres Mann mit Unternehmen haben kann und dann hat. Ein Mann steht immer im Wettbewerb zu anderen Männern und lässt sich bis heute nicht gern mit und an Frauen messen, schon gar nicht in monetärer Hinsicht.

Und so ziehe ich querdenkend also die Vermutung, ähnlich männliche Strategien in Sachen Forschung zum menschlichen Bewegungsapparat – Körper – Sportarten – Sinneswahrnehmung – Art und Weise – alles wie im Teil über Männerpolitik beschrieben und fett hervorgehoben, eben durch formale Auswahlkriterien, hauptsächlich von und für Männer durchgesetzt – da findet Frau nur statt, wenn sie sich diesen Marktbeherrschern unterwirft und eben männliche Sportarten, Fitness nach männlichen Kriterien, betreibt.

Erlebnisbericht

Nun, ich war über 40 Jahre meines Lebens, von dem ich heute nicht mehr erwarten kann in Höhen aufzuschwingen, den männlich geprägten Vorstellungen, Geschmäckern, Sinnlichkeiten, aber vor allem ihren Forschungsinteressen und daraus erfolgenden Ergebnissen ausgesetzt.

Klar habe ich mich immer interessiert was hinter den Barrikaden vorgeht und was daraus, nicht selten vorschnell durch monetäre Erwartungshaltungen, des wie umsetzen um sich hervor zu tun, um sich unanständig zu bereichern, wie gehandelt wird. Ein Beispiel hierzu ist irgendwie offensichtlich und unmoralisch, denn einer Frau würde mit selbiger Geschichte, niemals eine ähnliche Konstellation ermöglicht.

McFit steht sinnbildlich dafür, wem ermöglicht wird, wieviel er verdient, zu welchem Trend man verhilft, mit viel Werbung und dies passiert, wie im Eingangstext beschrieben bestimmt niemals ohne auf die männlichen Unterstützer, Helfer, Verbündeten, die mit ihrem Geld und Einfluss dafür sorgen eine absolute Machtposition zu erlangen. R. Schaller, 250 Millionen schwer, seine Fitnesskette ist mittlerweile die grösste Europas und was Männer untereinander und für einander (moralisch fragwürdig) schaffen, trotzdem zuzulassen ist folgendes. Er ist der Veranstalter der tödlichen Loveparade von Duisburg und hat es trotzdem an die Reichtums Spitze gebracht.

Es ist also zwingend erwähnenswert, dass die vor allem in den 90ern gepuschte und heute zu den wirtschaftlich gesehen lukrativsten zählende Fitnessbranche, als auch deren Zusatzsparten von Nahrungsergänzung bis Modelagenturen etc., zu den einerseits Luxusgütern zu zählen, als auch zu den „schönen Berufen“. Aber diesen Optimierern, Schönheitsideal vorgebenden hauptsächlich selber unattraktiven Männern, darf man unterstellen, dass sie bequem viel Geld machen und ihnen am wichtigsten ist sich zu den Reichen zählen zu können. Ich bezweifle stark, ob es ihnen wirklich um die Gesundheit der Allgemeinheit geht, vor allem wenn wir heute wissen, dass die Forschung hauptsächlich an Männern forscht. Und die gesamte Fitnessbranche, mit ihren Nebenerzeugnissen, ist in ihren monetären „Meriten“ den Männern überlassen. Begonnen bei A. Schwarzenegger, weitergeführt mit den unzähligen olympischen Disziplinen, die durch Männer geprägt sind und aufgehört bei der Überzahl an männlichen Chefchoreographen von unzähligen Opernhaus Ballettensembles, weltweit.

Bei uns in der Schweiz hat sich übrigens genauso wie der Schaller, der Kieser ohne Bezug nehmende Lehre, Studium, aber mit der Vision Unternehmer mit dem Modell Fitness, dem Vorbild Schwarzenegger, nach amerikanischer Art, Reich werden zu können.

Die offensichtliche Begünstigung von Männern, durch eine Vielzahl informeller Vor(ur)teile und Voraussetzungen, ist seit Jahrzehnten in allem was Bewegungstrends sind gegeben und für Frauen nur schwer zu erlangen. Hinter diesen Barrikaden, ist den Frauen der Zugang zu gewissen, den „schönen Berufen“ zuzuordnenden sehr gut verdienenden Berufsfeld, oder Unternehmertum verwehrt. Diese den Reichtum, die Anerkennung, Bewunderung, Zugehörigkeit bringenden Unternehmensfelder, sind eindeutig auf Reproduktionsstrategien der Eliten, die ihre Macht nicht aus ihren Händen geben und von dort aus Nachfolger aufbauen, Geld und Einfluss geltend machen und beharrlich Männer für Machtpositionen selektieren.

Klingt zynisch, nun, glaubt mir, ich weiss was ich erlebt, beobachtet, mitbekommen, gesehen und zu hören bekommen habe. Meine Trainingsidee und klare Vision, dieses Training gross flächig unter die Menschen zu bringen, nach erwiesenem 8 Jahre andauerndem Erfolg, wurde belächelt, von jenen auf die ich angewiesen gewesen wäre – alles Männer. Aber auch jene Frauen, die mir unterwegs begegneten, die unterstützen hätten können, weil sie eine Art Karriere machen durften, wurden allesamt durch einen, oder mehrere Mannsbilder in die für solches relevante Position gehoben. Die meisten dieser Frauen waren sogenannte „Männerfallen“. Sie hatten die für Männer massgebende weibliche Sinnlichkeit, Figur, Aussehen und nicht immer nur das heute so viel gepriesene Können, Ausbildung, Diplom. Das andere auch öfter vorkommende Beispiel von Frau war, dass sie der Karriere des Mannes dienlich sein konnte, im Volksmund sein Schmuckstück benannt und ihre Chance durch „learning by doing“ erhielt. Eine sich bereichernde, wahrgenommene Position einnehmen zu können gelang solchen durch ihren Mann in Position, der sie nicht ohne Eigennutz dorthin beförderte (Zürcher Filmfestival z.B.). Also wurden Frauen benutzt und haben selber auch benutzt und nicht immer mit entsprechend gebildetem Hintergrund. Nicht selten durfte ich Bekanntschaft machen mit solchen Frauen, die mein Können zwar toll fanden, mein Training ihnen ausgesprochen guttat, aber weder erschloss eine weiterführende Freundschaft daraus, noch hätten sie mich ihren Männern als potentielle Unternehmerin vorgestellt. Für zwei war da zu wenig Platz, es überfordere meistens eher die Männer, meinten die Frauen, wohl aus der Gewohnheit heraus, Männer als Trainer, Erfinder zu kennen und nicht Frauen.

Wieso erzähl ich das hier?

Nun, weil mich die Entwicklung und der plötzlich gemachte Trend in Sachen Faszien, mit all seinen Geräten, Utensilien, „Fachleuten“ in Sachen vor allem Training, aber auch gewisse selbst ernannte Therapeuten, schon etwas nervt. Denn – ob ihr es glauben wollt oder nicht – ich war schon in den 90ern des vergangenen Jahrhunderts in Sachen Faszien unterwegs und habe das Training entwickelt, weil damals niemand erkannte, dass man Faszien trainieren kann und nicht nur Muskelberge produzieren muss. Niemand redete darüber, geschweige denn das jemand es Faszien-System benannte, oder wie ich, damals die Idee das Netzwerk im Körper welches alles, aber auch wirklich alles im Köper umschliesst, zusammenhält, mit einander verbindet und sogar ein sensitives Leitsystem, Sinnesorgan ist. Ich wurde nicht ernst genommen, belächelt, niedergemacht, oft sogar mit, eine Frau kann das gar nicht, ich sei ja nur Tänzerin. Ich solle Trainingsentwicklung den Männern überlassen.

Niemand wusste bis vor kurzem was Faszien überhaupt sind und können und wofür sie gut sein müssen. Und plötzlich sind da wieder nur Männer im Vordergrund, nur Männer dürfen Vortragen, wegen diesen Männerbünden. Sie haben wieder und wahrscheinlich auch wieder durch eine Frau, nicht nur mich, etwas für sich entdeckt und es sogleich zu ihrem Machen können. Einer aus Deutschland wurde durch Helfer und Verbündete, Geld und Unterstützung in diese Machtposition in Sachen Faszien, Forschung und Verbreiten, sowie den daraus erfolgenden „Meriten“ gehoben.

Die eine Frau, die anfänglich auch ihm noch viel Wissen beisteuern konnte, oder vielleicht auch nur durfte, weil es den Männern, die sich plötzlich sehr dafür interessierten weiterhelfen würde, weil auch sie an diesem Gewebe forschte und den Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Faszien-Systemen erkannte, wurde mit der Zeit einfach ausgeschlossen, übergangen, vergessen, ausgeblendet, nicht mehr miteinbezogen. Googelt man heute über diese Faszien-Thematik so erscheinen plötzlich nur noch Männer an vorderster Front, folglich für „Meriten“ auch monetärer Art. Aber liegen diese Männer unweigerlich, weil nur noch sie wahrgenommen werden auch richtig?

Ich behaupte nein – aber mit Verbündeten gewinnt man(n)…

Ich war damals also schon 8 Jahre unterwegs, höchst lukrativ für den mich damals als Trainerin arbeiten lassenden Konzern, der natürlich auch von hauptsächlich Männern an der Spitze geführt wurde. In diesen 8 Jahren (davon hatte ich in früheren Blogbeiträgen erzählt), wusste dieser mich engagierende Konzern stehts was ich wann, wo, wie, wieso tat. Ich hatte ja zu informieren, weil ich auch zu jener Gruppe gehörte, die andere Trainer, Instruktoren weiterbildete, zum Teil sogar ausbildete. Mir war damals nicht bewusst wie sehr man(n) mich ausnutzen konnte. Aber die gesamte Fitness-Branche war ja erst im Aufbruch und ich glaubte mitwirken, dabei sein zu können, weil ich zu den Erfolgreichen gehörte. Hauptsächlich Frauen waren damals an der Front. Man gab ihnen die Chance Geld zu verdienen und wollte herausfinden ob dieser Beruf geeignet ist um davon leben zu können. Resultat jetzt sind es die Männer die die damaligen Meriten der Frauen für sich beanspruchen. Heute erinnert sich praktisch niemand mehr an den damaligen Aufbruch.

Ein Engagement dieses Konzerns wurde damals sogar vom Bund ausgelöst, weil dieser wollte, dass mehr CH-Bürger sich sportlich betätigen. Damals war sich sportiv betätigen noch nicht so weit verbreitet und eher den Besserverdienenden möglich. Also ging der Bund mit ein paar Mitstreitern in die Offensive und startete das Programm „Fit for Fun“, von dem auch ich ein Teil war. Es wurden jene Menschen in sitzenden, einseitigen Tätigkeiten angesprochen, alle Pflegeberufe und natürlich auch die „Hausfrauen“, denn man ging davon aus, dass diese am wenigsten Zeit, Muse und Lust hatten ihrer Gesundheit etwas Gutes zu tun. Ärzte gingen damals davon aus, dass zu wenig Bewegung, Sport in der breiten Bevölkerung stattfand und dies der Gesundheit wenig zuträglich sei. Die Schweiz wollte Spitzenreiter werden in Sachen Gesundheit, Prävention, Kosten einsparen durch Motivieren der eigenen Bevölkerung sich sportlich zu bewegen. Damals hiess es im Volksmund noch, man war einfach wie man war und ging sehr oft davon aus, ein bestimmtes Interesse, Talent, Begabung, oder Neigung für Sport mitbringen zu müssen. Fitness als solches war noch nicht in der breiten Bevölkerung angekommen. Geschweige denn das Thema Faszien.

Aber viele der damaligen „Fit for Fun“-Programm Besucher erkannten in meiner Person und meiner Klientel, dass wir erstens beweglich, zweitens flexibel, drittens ausdauernd und viertens leichtfüssig waren und wir lächelten. Uns sah man die Anstrengung nicht ins Gesicht geschrieben und genau das gefiel. Ich darf dies anhand eines sehr prägnanten Beispiels kurz erzählen.

Es war einer dieser Samstage an denen der Konzern die Leute zu sehr günstigen Konditionen einlud schnuppern, ausprobieren, kennenlernen zu kommen und einfach mitzumachen. Das Angebot an jenem Samstag war; Aerobic, Stretching, Streetdance und wir, das heisst ich und meine damalige „inhouse“ Tanztruppe wurden angefragt uns unters Publikum, die Teilnehmenden zu mischen als Hilfestellung, damit die auch direkt abschauen, oder fragen könnten. Es waren über 450 Teilnehmer für diesen Anlass angemeldet und man öffnete damals den grossen Saal des Gebäudes, der bis zu 800 Personen zulassen konnte.

Gesagt, getan. Wir erschienen und mischten uns unters Volk. Wir waren erstens die einzigen die Barfuss unterwegs waren und wir bekamen genau deswegen viel, sehr viel positiven Zuspruch von den Anwesenden, dass bei uns alles so leichtfüssig und nachvollziehbarer aussah, man also uns gut folgen konnte. Und mir wurde klar, dass meine sehr fundierte Ausbildung bestimmt mehr hervor, aber auch herausarbeiten konnte, wie die Trends die gerade vorgeführt wurden. Dementsprechend wuchs in den folgenden Wochen auch meine Teilnehmerzahl und ich wurde angefragt, ob ich noch mehr unterrichten könnte. In diesen Jahren konnte ich vom Unterrichten leben, gut leben und ich war glücklich so vielen ein gutes, sicheres Körpergefühl und Fundament vermitteln zu können, einige sogar auch auf den Weg in eine Profikarriere.

Meine Hauptfächer waren Jazz-Dance und vom Konzern damals so benannt „Lumanetics“ – mein L.E.P. – jeden Tag bis zu fünf und mehr Unterrichtsstunden. Ferner war ich die Springerin für diverse andere Fächer, ob Stretching, Streetdance, Rückentraining, Bauch Beine Po, oder aneres. Wieso? Weil meine Ausbildung die Grundlage für sämtliche Trends beinhaltete und ich die Techniken innehatte. Die meisten der anderen Trainer jedoch „nur“ jeweils eine dieser Trendarten unterrichten konnten, weil sie sich die Methode in Wochenendkursen angeeigneten, aber nicht übergreifend und schon gar nicht Jazz-Dance. Natürlich gab dies mit der Zeit auch Widerstand und einer der auch heute noch für die SAFS tätig ist, begann mich anzufeinden, fies und hinterhältig auf die Probe zu stellen.

Er versuchte meine Klientel zu verunsichern indem er eine Art „Battle“ veranstaltete, mit der Absicht mich und meine Tanztruppe blossstellen zu können. Deutlich meinte er zu begründen, er wolle mich entfernen aus der Trainercrew. Hm – und hier haben wir also den offenen Kampf der Männerwelt gegen Frau, weil sie ihm eventuell im Weg steht und besser sein könnte wie er, oder eine für ihn gefährliche Konkurrenz. Solches gehört in die Kategorie Sexismus.

Er machte sich, weil ich anscheinend ein „harter Brocken“ mit zu viel Selbstbewusstsein war (und bin), diese in den Statistiken abzulesende Macht zu eigen – die Möglichkeit bestimmter Männer, die sozialen Ressourcen durch Geschlechterprozesse zu kontrollieren – es ging ihm, wie auch den meisten in diesen „schönen Berufen“ agierenden Männern also auch um die Szene, Gesellschaft, die durch diese Macht entstehen sollte. Die Fitnessgesellschaft war geboren und die daran interessierten Männer begannen mich fortan so lange und mit allen Mitteln zu bekämpfen, bis ich ganz sicher aus dieser, ihrer Gesellschaft ausgeschlossen werden konnte. Und wenn ich sage mit allen Mitteln, dann meine ich das auch genauso. Denn es wurde tatsächlich physisch, weil ich nicht so einfach zu bremsen war und bin. Man(n) musste sich bemühen und meinem Körper Schaden zufügen lassen zu können, dass dieser nicht mehr so arbeiten konnte wie bislang. Das gelang der Männerwelt, aber mein Wissen, mein Knowhow, meine Erfahrung und mein Können, sind durch die vielen Jahrzehnte tief verankert und haben ebenso Rechte für Mitmenschen in Tätigkeit zu gehen wie so manch männlicher Fitness-Guru. Oder sind es nicht doch nur Möchtegern, die wissen wie Geld, Macht, Ansehen, zu generieren ist?

Aber man(n) sollte mich und meine Überzeugung, Durchhaltewillen, Disziplin, aber auch das über Jahrzehnte errungene Wissen, nicht unterschätzen. Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom und dieser Fitnessstrom, diese Bewegung ist eine, der ich nicht folgen möchte, weil meine Erfahrungswelt eine andere ist, die nicht weniger wertvoll für Mitmenschen ist, nur weil Männer mein Training nicht ernst, nicht wahr, überhaupt nicht annehmen und sich nicht damit befassen wollten und wollen. So ist mein Wissen ein wenig ein anderes, was Faszien anbelangt und bedient sich nicht einfach den Schemata aus der Bodybuilding Szene, auch nicht den gängigen Methoden von Pilates bis Yoga, so wie die Fitnessbranche. Nein, sie bedient sich fundiert erlernter Bewegungstechniken, derer anatomisch möglichen Vielfalt, Leichtigkeit, Flexibilität und passt sie an den menschlichen Körper an, mit all seinen Vorgaben, Hinderungen, Begabungen und Alter.

So wie ich mit L.E.P. Faszientraining betreibe, heute explizit auf persönlicher Basis, ist so wenig schädlich, abnützend, wie kaum ein anderes Training und es ist nachhaltiger, weil beständiger in seiner Nachwirkung. Es ist ein Unterschied ob ich die Faszien via den Muskeln trainiere, oder die Muskeln via den Faszien und die sinnliche Wahrnehmung der Bewegung ist die beste Prävention.

Bald noch mehr zu erfahren gibt es in meinem nächsten Blogbeitrag – eure claude

 

 

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